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Erziehung zur Demokratie

Eine Aufgabe der Grundschule ist es, demokratische Mitbestimmungsstrukturen verständlich und erlebbar zu machen. Kinder sollen lernen zu artikulieren, was für sie selbst wichtig und bedeutsam ist.

Elemente dieser Mitbestimmungsmöglichkeiten sind: Klassensprecherwahl, Klassenrat, Kinderrat und die Schulversammlung. Kinder brauchen Freiräume und Zeit, sich in demokratischem Handeln zu üben; der Bildungsplan sieht dieses Thema ausdrücklich vor (s. Bildungsplan S. 10, 92, 97).

Unser Ziel ist es, den Klassenrat in allen Klassen einzuführen und die beiden Klassensprecher aus jeder Klasse in einen regelmäßig stattfindenden Kinderrat zu entsenden.

Klassensprecher

Die Wahl von Klassensprechern erscheint uns als gute Grundlage, Demokratie in der Grundschule umzusetzen. Die beiden gewählten VertreterInnen einer Klasse vertreten zum Beispiel die Klasse mit ihren Interessen im Kinderrat, sie können zwischen Kind und Lehrerin vermitteln, wenn ein Kind sich nicht alleine traut, die Lehrerin anzusprechen. Je nach Fähigkeiten und Vermögen der KlassensprecherInnen ergeben sich weitere Aufgaben (z. B. Streit schlichten, kleine Reden halten). Die KlassensprecherInnen sind für uns nicht die „Hilfslehrerin“, die für Ruhe zu sorgen haben, wenn es auch vorkommen kann, dass er/sie die Kinder an die Regeln erinnert.

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Klassenrat

Der Klassenrat ist das wesentliche Gremium, in dem Vorschläge, Wünsche und Konflikte einer Klasse zur Sprache kommen. Der Klassenrat tagt im Kreis. Für den Klassenrat wird bei uns etwa eine Schulstunde pro Woche zur Verfügung gestellt. Jedes Kind sollte den Klassenrat leiten und kann bei Bedarf Hilfe annehmen. Das Kind, das den Klassenrat leitet, moderiert das Gespräch. Für die Lehrerin gelten die gleichen Gesprächsregeln wie für alle anderen Mitglieder des Klassenrates. Während der Woche werden die anstehenden Themen auf einer Wandzeitung gesammelt. Ein/e Protokollführer/in notiert die Ergebnisse im Protokollbuch. Mit dem Klassenrat wird schon im ersten Schuljahr begonnen, hier ist der zeitliche Umfang kürzer und die Lehrerin oder Mitschüler helfen zum Beispiel beim Protokoll.

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Kinderrat

Die Versammlung der Klassensprecher bildet den regelmäßig stattfindenden Kinderrat. Eine Lehrerin mit Vetorecht begleitet durch ihr zurückhaltendes Mitwirken den Rat.

Der Kinderrat stellt die Verbindung zwischen Klassenrat und Schulgemeinschaft dar. Hier werden zum Beispiel Belange der Klassen erörtert, die für die ganze Schule interessant sind (eine Klasse wünscht sich zum Beispiel eine Projektwoche), der Kinderrat ist aber auch der Ort, in dem Belange einzelner Klassensprecher angesprochen werden können (etwa das Problem, dass ein Klassensprecher den Eindruck hat, es würde ihm nicht zugehört).

Wie im Klassenrat, wird im Kinderrat ein Protokollbuch geführt.

Im Rahmen der Monatsfeier kann der Kinderrat Beschlüsse, Ergebnisse und Themen der Schulgemeinschaft vorstellen und gegebenenfalls diskutieren.